Ein Ferslein, das darf sein...



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Die Spezies   „KUNDE“

 

Die Tür geht auf, oh Gott, oh nein.

Es wird doch nicht ein Kunde sein ?

Da kommt er ran im Sauseschritt.

Die Oma bringt er uns gleich mit.

Die Füße von der guten Frau,

die Füße ja dort unten !

Die hat die Omi wirklich

beim Waschen nicht gefunden.

Nun fragen diese beiden Leute:

„Bekommen wir ne Pflege heute?“

Und mit Erschaudern muß du nun

die Pflicht an diesen Dingern tun.

Du weichst sie fünf Minuten ein

doch geht das Wasser nicht hinein,

in diesen dicken braunen Schmutz,

er ist fürwahr ein guter Schutz.

Die Uhr tickt weiter und jede Minute

erzählt von früher jetzt die Gute.

Vom Hungerleben, tollen Festen

von schönen Männern,

nur die Besten.

Die hätten sie so gern gehabt,

doch leider hat es nie geklappt.

Immer noch sagt sie „ei verflixt“,

mit neuem Manne wird´s wohl nix.

Na klar denkst du, mit diesen Füßen

Da würde ich auch schnell abdüsen.

Und während sie dein Ohr abkaut

hat sich der Enkel hingehaut.

Ich denke mir, die alten Vabeln

die kann der schon im Schlafe babeln.

Er nutzt die Chance eins zwei drei

und kuschelt sich in´s Sofa nei.

Na denk ich mir, der weiß Bescheid.

Es wird wohl länger dauern.

Und während seine Oma weicht

grunzt er voll zum Erschauern.

Nun endlich ist der Schmutz durchweicht

In meiner Schüssel wird es seicht.

Der Bodenschlamm verdrängt das Nasse

Und siehe da die Haut, die Blasse.

Paar Härchen hängen auch noch dran

Was mich gar nicht erschüttern kann.

Die Nägel ja, da wird es Zeit

die sind zu lang und auch zu breit.

Jetzt kann ich meine Pflichten wagen,

muß Omas Reden nur ertragen.

Und rucki zucki, jetzt wird´s heiß

Der Omi tropft auch schon der Schweiß.

Mit meiner Klinge  tu ich gern,

das dicke Horn geschickt entfern´.

Mit Salbe, Puder, Creme

verschwinden die Probleme.

Und weil´s zum Service hier gehört

ein neuer Strumpf von uns nicht stört.

Die alten schmeißen wir gleich weg,

der Müllkontainer kriegt ´nen Schreck.

Und in der Rechnung steht es dann,

daß neue Strümpf ich ran getan.

Und endlich, so nach einer Stunde

erhält die Oma schöne Kunde.

Sie kann jetzt gleich nach hause gehen,

der Enkel auch - Auf Wiedersehn.

 

Und die Moral von der Geschicht:

Zehn Minuten pro Kunde reichen nicht.

 
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